Sächsische Mittelstandsförderung neu justiert - mehr Zuschüsse für Unternehmen

Die Mittelstandsrichtlinie setzt neue Schwerpunkte:

  • Die Betriebsberatung wird neu geordnet. Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen sowie Personalentwicklung und Fachkräftesicherung sind nunmehr explizit benannte Beratungsgegenstände.

  • Die Angebote für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Informationsschutz sind erweitert. Die Förderquote der bewährten E-Business-Förderung wird von 40 auf 50 Prozent (max. 50.000 Euro) erhöht. Darüber hinaus soll die Förderung dazu beitragen, den Schutz von Informationen und IT-Systemen zu verbessern und den Informationsschutz in kleinen und mittleren Unternehmen konzeptionell voranzutreiben. Die neue Förderkomponente dazu heißt Informationsschutz.

  • Der Innovationsbegriff unter Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen wird um nichttechnische Innovationen erweitert, um etwa die Kultur- und Kreativwirtschaft stärker einzubeziehen. Um digitale Produkte und Dienste junger Unternehmen stärker zu unterstützen, wurde für Start-ups die Förderquote von 50 auf 75 Prozent erhöht.

  • Die Richtlinie ist adressatenfreundlicher gestaltet und wird durch die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren, für die Unternehmen unbürokratischer. Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) plant bei den Programmen Messebeteiligung und E-Business in einem Pilotvorhaben ab Juni 2018 schrittweise eine elektronische Antragstellung einzuführen.

  • Dem Aspekt „Gute Arbeit“ wird bei den Programmen Markteinführung, E-Business und Informationsschutz Rechnung getragen. Tarifgebundene Unternehmen können hier eine um 10 Prozentpunkte erhöhte Förderquote erhalten. Die maximale Fördersumme kann dadurch nicht gesteigert werden.

Mehr Informationen zur Mittelstandrichtlinie finden Sie auf der Seite der SAB unter www.sab.sachsen.de/ .